Mittwoch, 18. Dezember 2013

Ausstellung "HASS VERNICHTET" von und mit Irmela Mensah-Schramm, ab 08.01.14 in Magdeburg

Überall in deutschen Städten und Dörfern findet man sie: menschenverachtende Graffiti, Hass-Schmierereien. Irmela Mensah-Schramm, seit Jahrzehnten unterwegs mit Spachtel, Bürsten, Lösungsmittel, Pinsel und Farbe, um diese Zeugnisse des Hasses zu entfernen. Dabei dokumentierte die selbst ernannte "Polit-Putze" ihre Arbeit und stellte daraus ihre Ausstellung zusammen, um die Betrachter*innen für die Allgegenwärtigkeit des Hasses in unserer Gesellschaft zu sensibilisieren.

Montag, 9. Dezember 2013

Bernburger Frieden? Zu früh gefreut! Proteste gegen die Kürzungspolitik der Landesregierung gehen weiter

Das Hochschulbündnis Sachsen-Anhalt ruft zum 11.12.2013 zu einer Demonstration vor dem Landtag auf. Am Protest wird sich ab 13 Uhr bis zum Ende des Sitzungstages ein breites Bündnis von Studierenden, Hochschulmitarbeitern, Gewerkschaften im Erziehungs- und Bildungsbereich, Kulturschaffenden und weiteren von den Kürzungen bedrohten Gruppen aus dem gesamten Bundesland beteiligen. Die Demonstration findet im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche "Bildung braucht Zukunft" statt.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Informationsveranstaltung zum 18. Januar 2014

Kein Naziaufmarsch in Magdeburg! Gegenproteste, Blockaden, Bündnisse.

Magdeburg – der letzte verbliebene Großaufmarsch von Neonazis in Deutschland? Nachdem zum Teil über 20.000 Menschen mittels Massenblockaden den Naziaufmarsch in Dresden, der als größer Naziaufmarsch Europas galt, zur Geschichte gemacht haben, scheint sich der Fokus immer mehr nach Magdeburg zu verlagern. Die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts verzeichnet seit 1998 Aktivitäten von Neonazis rund um das Datum der Bombardierung der Stadt durch die Royal Air Force, dem 16.01.1945. Damals, 1998, beteiligten sich acht Neonazis an der städtischen Kranzniederlegung. Spätestens seit 2001 haben die Naziaktivitäten Aufmarschcharakter und bereits 2005, zum 60. Jahrestag der Bombardierung, kam dann eine vierstellige Anzahl an Neonazis zusammen, um durch Magdeburg zu marschieren, eine Anzahl, die erst 2010 wieder erreicht werden konnte. Trauriger zahlenmäßiger „Höhepunkt“ ist der 14. Januar 2012, an dem 1300 Neonazis aus dem NPD-, JN- und Kameradschaftsspektrum fast ungehindert an etwa 800 Gegendemonstrant*innen vorbeimarschieren konnten.

Mittwoch, 27. November 2013

#BLOCKMD - Aufruf zur Teilnahme an Protesten und Blockaden gegen den Naziaufmarsch in Magdeburg am 18. Januar 2014

Seit Jahren findet in Magdeburg einer der größten Naziaufmärsche in Deutschland statt. Auch am 18. Januar 2014 wollen Nazis wieder durch die Stadt marschieren. Ihr sogenannter Trauermarsch ist zugleich Verklärung des Nationalsozialismus und gezielte Besetzung des öffentlichen Raums. Er dient zur Stärkung der Binnenidentität der Nazis, zur Demonstration von Macht auf der Straße und der Propagierung ihrer menschenverachtenden Inhalte.

Magdeburg war lang genug Aufmarschort der Nazis. Wir stellen uns gegen ihre Inszenierungen – egal, in welchem Stadtteil sie demonstrieren wollen. Dafür braucht es aufeinander bezogene, vielfältige und kreative Formen des Engagements. Wir unterstützen deshalb ausdrücklich die Protestaktionen des Bündnisses gegen Rechts unter dem Motto „Den Nazis keinen Raum geben“. Zahlreiche Meilensteine der Demokratie sollen die Meile der Demokratie erweitern und durch dezentrale Aktionen den städtischen Raum besetzen.


Freitag, 22. November 2013

Rassistische Entgleisung auf Facebookprofil von bekanntem Magdeburger Partyveranstalter


Wo bitte geht's zum NPD-Mitgliedsantrag?
Auf dem Profil "Diamant Brau(n)erei" [1] [2] des bekannten Magdeburger Partyveranstalters Tobias G., der bis 2010 den gleichnamigen Club Diamant Brauerei betrieb, in dem u.a. Größen wie Lexy & K Paul oder Paul Kalkbrenner auflegten, und momentan die "Ottokotür" mitveranstaltet, konnte man heute folgendes lesen:

„Mensch Sören Herbst... löscht sehr gerne Beiträge und Kommentare die Ihm nicht passen. aber hier nochmal:

Auf der Seite hier kommt einem ja echt die Kotze hoch.. kauf dir eine Farm und lade die armen Migranten zu Dir nach Hause ein.. könnt ihr weiter den Umgang mit Messern üben.. unzivilisierte Horden sollte man nicht noch herein bitten. Klar, kann man nicht alle über einen Kamm scheren, aber bei der Mehrheit trifft das leider zu. Wer sich !!einmal!! nicht benehmen kann.. sofort raus. Ganz einfach! Dann würde man sich im eigenen Land um einiges sicherer fühlen. Wenn solche verblendeten Menschen wie IHR mal selber schlechte Erfahrungen machen, werdet auch IHR anders denken. Immer ALLE rein.. geht einfach nicht. Und..... man ist auch nicht gleich ein Nazi!! PS: Schützt Eure Kinder. Irgendwann könnt auch Ihr nicht mehr ruhig schlafen. Man sollte sollte sich "nicht" schämen Deutsch zu sein“ [3]

Dienstag, 19. November 2013

Strom & Wasser feat. THE REFUGEES am 06.12. in Magdeburg! Konzert + Film "can't be silent"

Dieses Projekt ist wirklich einzigartig: der Liedermacher Heinz Ratz hat 80 Flüchtlingslager in Deutschland besucht und dort Musiker von Weltklasseformat gefunden, die durch Reise- und Arbeitsverbote keine Chance haben, ihre Musik zu spielen. Das hat ihn entsetzt und er hat seine Combo "Strom & Wasser" noch durch ein "feat. The Refugees" erweitert, eine Cd mit knapp 20 Flüchtlings-Musikern aufgenommen, brillante Rezensionen und Features bis hin zu einem weltweit ausgestrahlten halbstündigen Bericht der BBC bekommen und kommt auch mit dieser Band am 06. Dezember 2013 in das OLI-Kino nach Magdeburg im Rahmen seiner deutschlandweiten Konzerttour. Mit Musikern aus Gambia, der Elfenbeinküste, Afghanistan, Griechenland, Russland und dem Kosovo feiern "Strom & Wasser feat. the Refugees" trotz des überaus ernsten politischen Hintergrunds ein fulminantes musikalisches Feuerwerk aus lebensfrohen Dub, Reggae, Hip Hop und Balkanbeat-Nummern.

Montag, 18. November 2013

Veranstaltungstipp: Homophobie & Rassismus im Fußball

Am 20. November ab 19:00 Uhr hält Sportjournalist und Autor Ronny Blaschke einen Gastvortrag in Gebäude 29 (FIN), Raum 333, zum Thema "Homophobie im Fußball". Fragen und Diskussionen sind herzlich willkommen! Veranstalter*innen sind "DykeAndGay - Das Les-Bi-Schwule Referat" an der Uni Magdeburg.

Inhaltlich soll es um das Buch "Versteckspieler" gehen, das sich mit Homophobie im Fußball beschäftigt, aber auch das neueste Buch zu Neonazismus in deutschen Fußballstadien wird eine Rolle spielen.

Wir möchten diese Veranstaltung ausdrücklich bewerben!


Sonntag, 10. November 2013

Lasst uns Sand im Getriebe sein!



Am vergangenen Donnerstag fand im bis auf den letzten Platz gefüllten Café Central eine Buchlesung mit dem österreichischen Jugendkulturforscher und Autoren Bernhard Heinzlmaier statt. Eingeladen hatte die Linksjugend ['solid] Magdeburg.


Filmabend: "Zug des Lebens" im Thiembuktu in Erinnerung an die Reichspogromnacht

Anlässlich der Reichsprogromnacht vor 75 Jahren in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zeigt das Thiembuktu Film "Zug des Lebens". [1]

Wo? Thiembuktu, WABE e.V., Thiemstraße 13, 39104 Magdeburg
Wann? Do, 14.11.13, ab 19 Uhr
Handlung: Die Bewohner eines osteuropäischen "Schtetls" beschließen, den anrückenden Deutschen zuvorzukommen, und sich selbst mit einem Zug nach Palästina zu "deportieren".

„Eine bittere Komödie vor dem Hintergrund der Shoah, die das Tragische im Komischen spürbar werden lässt und dem typisch jiddischen Humor ein Denkmal setzt. Zwar hätten manche Charaktere der Vertiefung bedurft, insgesamt aber ist der (hervorragend gespielte) Film eine überdenkenswerte Auseinandersetzung mit dem Thema Holocaust, der trotz aller erzählerischen Leichtigkeit das Leben als Albtraum schildert.“
– Lexikon des Internationalen Films

Montag, 4. November 2013

Reaktion auf "Warum wir in die AKL eintreten"

Der folgende Text stammt nicht von uns als (Magdeburger) Gruppe. Weil er einen Debattenbeitrag darstellt und von zwei Magdeburger Genossen unterzeichnet worden ist, wollen wir ihn hier trotzdem posten.

Warum die Eintrittserklärung in die AKL nichts mit dem Wunsch nach Pluralismus zu tun hat - Eine offene Antwort auf „Warum wir in die AKL eintreten“

Liebe Genoss_innen,

offenkundig seid ihr, einige Mitglieder des parteinahen Jugendverbandes Linksjugend ['solid] und des Studierendenverbandes SDS, in die „Antikapitalistische Linke“ (AKL), einer Strömung innerhalb der Partei DIE LINKE, eingetreten. Das ist in einer plutalistischen Partei euer gutes Recht und das Ziel einer pluralistischen Partei sowie eines pluralistischen Jugend- und Studierendenverbandes teilen wir auch mit euch. Dennoch möchten wir einige kritische Fragen, Einsprüche und inhaltliche Erwiderungen an euch richten.

Landesweiter Aktionstag "Ohne uns gehen die Lichter aus!" am 11.11.

Das Magdeburger Protestbündnis gegen die Kürzungen an den Hochschulen will mit einem symbolsichen Laternenumzug unter dem Motto "Ohne uns gehen die Lichter aus" gegen die Kürzungen in Sachsen-Anhalt protestieren. Auch in anderen Teilen des Landes sind Proteste geplant. So findet in Halle gleichzeitig ebenfalls ein Laternenumzug statt.



100 Prozent + x statt Kürzungspolitik!

Bildquelle: DIE LINKE. Sachsen-Anhalt
Positionspapier der Linksjugend ['solid] / SDS.Die Linke Magdeburg zu den Protesten gegen die Kürzungspolitik der Landesregierung

1. Universitäten und Hochschulen

Wir, Linksjugend ['solid] und SDS.Die Linke Magdeburg, lehnen die Kürzungspläne der Landesregierung im Hochschulbereich entschieden ab und engagieren uns deshalb vom Tag der Gründung an im Hochschulbündnis Magdeburg-Stendal.

Derzeit beraten die Hochschulrektoren über ein vertrauliches Papier aus dem Wissenschaftsministerium. Am Ende der im Anschluss stattfindenden Verhandlungen zwischen Landesrektorenkonferenz und Wissenschaftsministerium wird mit Sicherheit das Ergebnis stehen, dass die Kürzungen weniger drastisch ausfallen, als anfangs befürchtet. 

Dienstag, 29. Oktober 2013

In eigener Sache: Ergebnisse des Klausurwochenendes

Am vergangenen Wochenende trafen wir uns zu einer Klausurtagung, einem zweitägigen Treffen, das den nötigen Raum gewährleistet, Grundsatzfragen zu klären und das politische Jahr 2014 zu planen. Da wir ein paar grundlegende Dinge verändert haben, wollen wir die wichtigsten Diskussionsergebnisse, Beschlüsse und Vorhaben hier aufführen.

Gruppentreffen und Gruppenstruktur
Die Gruppe wächst sehr stark an. Jede Woche nehmen bis zu 20 Menschen an unseren Plena teil. Dies freut uns, stellt uns aber vor einige Probleme. So ist es mittlerweile unmöglich geworden, einen einzigen Tag in der Woche zu finden, an dem alle können. Unser Prinzip ist aber, dass jede und jeder wenigstens alle zwei Wochen am Gruppenprozess und -leben partizipieren kann. Aus diesem Grund werden wir uns in Zukunft nur noch alle zwei Wochen zu einem Gesamtplenum treffen. Dieses Plenum findet statt

an jedem Freitag einer geraden Kalenderwoche ab 18:30 Uhr im Jugendbüro, Ebendorfer Str. 3

Montag, 28. Oktober 2013

"Europas Asylpolitik": Leserbrief an den Chefredakteur der Volksstimme

Quelle
Alois Kösters, seines Zeichens Chefredakteur des Lokalblattes "Volksstimme", versuchte sich am vergangenen Samstag, den 26.10.2013, an einem Kommentar zum Komplex der europäischen Flüchtlingspolitik. Leider ist dieser Kommentar nicht nur nicht klug geraten, sondern sogar sehr dumm, was ich in den folgenden Zeilen gerne begründen möchte.

Alois Kösters schreibt: "EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) fordert mehr Einwanderung und höhere Flüchtlingskontingente. Das löst nicht das Problem. So wünschenswert eine vernünftige Einwanderungspolitik für Deutschland wäre, sie dämmt illegale Grenzübertritte nicht ein. Nur wenige Afrikaner würden scharfen Einwanderungskriterien entsprechen. Ja, Europa kann auch mehr Flüchtlinge aufnehmen, aber das dämmt den Flüchtlingsstrom nicht ein."

Montag, 21. Oktober 2013

Post-Antifa-Konferenz: “Neue Projekte brauch die Stadt!”

Wir möchten hiermit auf die Post-Antifa-Konferenz am 31.10.2013 hinweisen, an der wir selbst teilnehmen werden. Veranstalter ist die Gruppe 365 Tage offensiv.

Zielsetzung

Die zweite linksradikale Konferenz 2013 in Magdeburg soll wieder ein Ort des Austausches und der gruppenübergreifenden Diskussion sein. Inhaltlich wollen wir über den Tellerrand (notwendiger) antifaschistischer Intervention hinaus schauen und stellen Uns und Euch die Frage, mit welchen neuen Projekten wir eine linksradikale Praxis in Magdeburg stärken könnten. Bereits aus der ersten Antifa-Konferenz sind konkrete Projekte angeregt worden: die Wiederbelebung einer szeneübergreifenden Website (md-linksdrehend.org – geht demnächst online) und die Einführung regelmäßiger Vernetzungstreffen (welche bisher noch nicht statt finden). So graubraun wie diese Stadt ist, so bunt ist unsere Phantasie für mögliche Projekte: eine DIY Siebdruckwerkstatt, ein linkes kollektives Café, ein Infoladen in der Innenstadt, regionale Vernetzung über Magdeburg hinaus, Verbindung antirassistischer und antifaschistischer Kämpfe, Gestaltung linker Konzerte und Subkultur, ein neues Hausprojekt… Was auch immmer ihr Euch vorstellen könnt, wir haben Lust auf die Diskussion über Perspektiven linksradikaler Organisierung und Vernetzung in Magdeburg.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Performer, Styler, Egoisten - Buchlesung mit Jugendkulturforscher Bernhard Heinzlmaier

Wann? Donnerstag, 07. November 2013, ab 19 Uhr


Zur Person: Bernhard Heinzlmaier ist seit über zwei Jahrzehnten in der Jugendforschung tätig. Er ist Mitbegründer des Instituts für Jugendkulturforschung und seit 2003 ehrenamtlicher Vorsitzender. Hauptberuflich leitet er das Marktforschungsunternehmen tfactory in Hamburg. Arbeitsschwerpunkte: Praxiskonzepte für kommunale Jugendpolitik, Freizeitforschung, Jugend und Gesundheit, Lifestyleforschung, Zielgruppenkommunikation


Zum Buch: "Der Neoliberalismus ist ein Gas (Deleuze). Einem Gas kann man kaum Grenzen setzen. Aus der Ökonomie kommend strömt es ungehindert in alle Diskurse und Lebenswelten ein. Ökonomische Imperative greifen auf alle Sphären der Gesellschaft über auf Schule, Familie, Gesundheitswesen, Kultur, Bildung usw. Die Gesellschaft ist zum Anhängsel des Marktes geworden.

Montag, 14. Oktober 2013

Gegendarstellung zu Volksstimme- und MZ-Artikel zum Landesparteitag


Volksstimme und MZ berichteten* vom Landesparteitag der Partei DIE LINKE. Sachsen-Anhalt unter anderem folgendes: "Die Linke umgarnt die SPD. Beim Landesparteitag am Wochenende in Magdeburg werden die Zeichen für die Landtagswahl 2016 auf Rot-Rot gesetzt. Protest kommt nur von der Linksjugend." und "Die Linksjugend scheiterte damit, Regierungsbeteiligungen in einem  Antrag auszuschließen („Rot-Rot kann unter den derzeitigen politischen  Bedingungen keine Option sein“)."

Das ist falsch. Die entsprechenden Anträge wurden von drei Einzelpersonen gestellt. Zwei von ihnen, Anne Geschonneck (Halle) und Vincent Streichahn (Halle), die zwar auch im Jugend- sowie im Studierendenverband organisiert sind, aber zu keiner Zeit für den Landesverband der Linksjugend ['solid] oder "die Linksjugend" gesprochen haben, brachten diese Anträge ein. 

Sonntag, 13. Oktober 2013

Grußwort* der kommunistischen Plattform der FDP

Während dem Großteil von uns dieses Wochenende der Weg zum Landesparteitag der Partei DIE LINKE gelang, möchten wir Euch nicht den Erlebnisbericht eines Genossen vorenthalten, der sich durch widrige Umstände plötzlich auf dem Parteitag der KPFDP (Kommunistische Plattform der FDP) wiederfand. Er dokumentierte für uns das "Grußwort zum Parteitag" des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden im Gemeinderat von Kleinpoppenhagen an der Ursel, Kevin Bommel:


"Liebe Freundinnen und Freunde,

zuerst die gute Nachricht: Diese Partei lebt! Und zwar in uns. Mit uns. Durch uns. Für uns.

In. Mit. Durch. Für.

Das Wort inmitdurchfür kommt aus dem Isländischen und bedeutet frei übersetzt soviel wie "im Zweifel doch eher dogmatisch ausgelebte Solidarität".

Dienstag, 8. Oktober 2013

Kritischer Lesekreis zu Feminismus, Sexismus und Genderkritik - ab 29.10.13!

Gleichberechtigung von Mann und Frau - das ist ein Ziel, das, zumindest in der Öffentlichkeit, jede*r unterstützen würde. Aber wie sieht es damit in der Realität aus? Statistiken zeigen, dass Frauen immernoch weniger "Führungspositionen" besetzen, weniger Lohn erhalten als Männer, mehr Zeit mit Haushalts- und Erziehungsaufgaben verbringen und spätestens seit der "#Aufschrei"-Debatte sollte auch dem/der Letzten klar sein, dass sexuelle Belästigung durch unangenehme Kommentare bis hin zu sexualisierter Gewalt keine Seltenheit ist. 

Diese Debatte war wichtig - aber reicht das aus? Warum drehten sich unzählige Talkrunden nur um sexuelle Belästigung? Warum wurde das Thema Sexismus, das für viele Menschen bittere und nahezu tägliche Realität ist, heruntergebrochen auf "kleine Fehler beim Flirten" oder "eine unangemessene Wortwahl"? Kann und sollte Sexismus isoliert von gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen betrachtet werden?


Montag, 7. Oktober 2013

Forderung nach mehr Videoüberwachung unterstreicht Stahlknechts Ratlosigkeit und Inkompetenz

Innenpolitik ist nicht sein Ding: der Innenminister (cc)
Der Ruf des sachsen-anhaltischen Innenministers Holger Stahlknecht nach einer flächendeckenden Videoüberwachung im Zusammenhang mit den Nazischmierereien in Salzwedel kommt einer politischen Bankrotterklärung gleich. Robert Fietzke, Jugendkoordinator der Linksjugend ['solid] Sachsen-Anhalt, erklärt hierzu:

"Die Forderung Stahlknechts nach einer Ausweitung der staatlichen Überwachungsmöglichkeiten überrascht uns keineswegs, denn sie passt zur irrationalen Logik des Innenministers, die wir in den letzten zwei Jahren viel zu oft kennenlernen "durften". Statt sich inhaltlich und programmatisch mit dem in Sachsen-Anhalt prekären Problem des Neonazismus auseinanderzusetzen und politisch-nachhaltige Lösungen zu suchen, sollen es nun vermeintlich einfache und schnelle Maßnahmen richten. 

Mittwoch, 25. September 2013

BUCKTOPIA 2013 - Linksjugend ['solid] Magdeburg beim Endzeit-Kunst-Festival in Buckau

"BUCKTOPIA 2013 - das ist die Fortsetzung des ersten und bisher einzigen Endzeit-Kunst-Festivals in Deutschland.

(c) www.bucktopia.de, Foto: Kai Pagels
Vom 27. bis 29.09.2013 werden zahlreiche bildende und darstellende Künstler, Autoren und Musiker auf dem Werk4-Gelände in Magdeburg-Buckau eine zugleich dystopische und utopische Vision unserer Zukunft erschaffen, die zum Anfassen und Mitmachen einladen soll. Dabei soll die Grenze zwischen Gästen und Akteuren soweit aufgehoben werden, dass die Besucher sich selbst als Teil der „Bucktopianer“-Gemeinde fühlen können. Das Festival soll dazu anregen, sich selbst kreativ mit der Frage auseinander zu setzen, wie man aus Altem Neues schaffen kann, was umfunktioniert und wiederverwertet werden kann – und wo sich Verzicht lohnt und Verschwendung eingedämmt werden sollte. Die Besucher sind dazu eingeladen, sich selbst im endzeitlichen „Recycling-Stil“ einzukleiden und zusammen mit den Akteuren für drei Tage vollkommen in der post-apokalyptischen Welt von BUCKTOPIA aufzugehen." [1]

Donnerstag, 19. September 2013

Bürgerkrieg in Syrien: eine denkwürdige Kundgebung

Vor einigen Wochen haben wir auf einem Plenum beschlossen, eine "große Friedensdemonstration" zur aktuellen Lage in Syrien zu organisieren, die ganz bewusst keine "Tag-X-Demonstration" sein sollte, also erst dann passiert, wenn ein Militärschlag durch NATO-Mitglieder geschieht, sondern unabhängig vom weltpolitischen Geschehen durchgeführt wird. Wir wollten unserem eigenen Anspruch gerecht werden und agieren, statt nur zu reagieren. Ursprünglich sollte die Demonstration am 07. September stattfinden, wurde dann aber aufgrund organisationstechnischer Schwierigkeiten - wir alle stecken ja gerade auch im Wahlkampf - auf den 14. September verschoben. Etwa 1,5 Tage nach unserem Mobilisierungsstart - die Plakate waren bereits gedruckt - erreichte uns die erste Hiobsbotschaft: die "Bucktopianer" wollen zeitgleich eine Endzeit-Demonstration durchführen, auf der gleichen Demoroute.

NPD-Deutschlandtour in Magdeburg

Es ist Dienstag, der 17. September 2013. Kurz vor 10 Uhr befährt der Möbelwagen der NPD den Willy-Brandt-Platz, wo vorher noch ein Transporter von "Wurstspezialitäten Borkowski" gestanden hatte. Durch "Hamburger Gitter" getrennt, stehen ihnen etwa 100 Gegendemonstrant*innen gegenüber - eine angesichts der Größe Magdeburgs erschreckend geringe Beteiligung der sogenannten "Zivilgesellschaft". 

Ein Meer aus Stinkefingern (c)
Was der NPD an konstruktiven Inhalten fehlt, versucht sie durch Technikaufrüstung wettzumachen - ihre Lautsprecheranlage übertönt leider sowohl die mobile Musikbox der Linksjugend ['solid] als auch Sprechchöre, Trillerpfeifen und Megaphone. Schopenhauer hätte dazu gesagt: "Die billigste Art des Stolzes ist hingegen der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem  greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein und dreht die Boxen auf"

Montag, 16. September 2013

Zentrale Wahlkampfveranstaltung am Mittwoch u.a. mit Gregor Gysi, FlowJob und Vit-Armin B!

Gregor Gysi kommt am Mittwoch, den 18.09.13, nach Magdeburg! Unterstützt wird er dabei von Dr. Rosemarie Hein, der Direktkandidatin der Partei DIE LINKE für den Wahlkreis 70, Thomas Waldheim, Direktkandidat für die Börde, Wulf Gallert, dem Fraktionsvorsitzenden der LINKEn im Landtag, dem Musiker Tino Eisbrenner und FlowJob feat. Vit-Armin B, die eine fette Breakdance- und HipHop-Show hinlegen werden. Los geht's um 18 Uhr im Moritzhof!

Freitag, 13. September 2013

Sponti gegen AfD-Veranstaltung in Magdeburg

Mit einer vor Ort angemeldeten Eildemo protestierten AktivistInnen der Linksjugend ['solid] Magdeburg auf satirische Weise gegen die Partei „AfD – Alternative für Deutschland“. Anlass der Aktion war der Besuch des Parteisprechers Bernd Lucke im Kongresszentrum in der Rogätzer Straße. Dabei wurde ein Transparent mit dem Slogan „Linke Alternativen zu rechtspopulistischer Kackscheiße“ entrollt sowie Schilder mit der einem abgewandelten Logo und der Aufschrift „AzD – Alternative zu Deutschland“ hochgehalten. Des Weiteren waren Botschaften wie „Europäische Solidarität statt Nationalismus“ oder „Ist ihnen die FDP auch zu links? Dann herzlich willkommen!“ zu lesen.


¡No Pasarán! Linke Alternativen zu rechtspopulistischer Kackscheiße!

Magdeburg wird in den nächsten Tagen von mehreren rechtspopulistischen oder offen neonazistischen Parteien heimgesucht, die die letzten Tage im Wahlkampf noch einmal nutzen wollen, um Hass, Nationalismus und Menschenverachtung zu verbreiten. Am heutigen Freitag kommt der Sprecher der nationalneoliberalen AfD - Alternative für Deutschland, Bernd Lucke, nach Magdeburg, am morgigen Samstag will Pro Deutschland vor dem Infoladen in Stadtfeld provozieren und, wie wir heute erfahren haben, lässt auch die NPD Magdeburg nicht aus. Mit ihrem "Flaggschiff" wollen sie am kommenden Dienstag Magdeburg anfahren. Wir listen hier die jeweiligen Zeit- und Anlaufpunkte auf und rufen alle Menschen dazu auf, sich an den Gegenaktionen zu beteiligen!

Dienstag, 10. September 2013

17. Interkulturelle Wochen in Magdeburg

Hier ein Veranstaltungshinweis auf die nächsten Interkulturellen Wochen in Magdeburg, die von der Auslandsgesellschaft veranstaltet werden.

Die 17. Magdeburger Interkulturellen Wochen (IKW) finden vom 14. September bis 30. September 2013 unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Dr. Lutz Trümper an 11 unterschiedlichen Veranstaltungsorten der Ottostadt statt. 20 Organisationen haben ein Programm aus 22 Einzelveranstaltungen auf die Beine gestellt. 

„Rassismus entsteht im Kopf. Offenheit auch" ist der Slogan, der auf den diesjährigen IKW-Plakaten zu lesen sein wird und der auf die Hauptschwerpunkte 2013 verweist: Rassismus, Rechtsextremismus, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Ausgrenzung sowie die möglichen Strategien dagegen. 


Filme, Ausstellungen, Theater, Diskussionen aber auch Jubiläen und Gedenkveranstaltungen laden zur Begegnung und Auseinandersetzung mit diesen Themen ein. 


Demo gegen Kürzungspolitik der Landesregierung am 12.09.13 vor dem Landtag


Am Donnerstag, den 12.09.13., ist mal wieder Landtagssitzung. Dort sollen die Kürzungspläne der Landesregierung vorgestellt werden. Zahlreiche Akteur*innen rufen zu begleitenden Protesten auf, u.a. Gewerkschaften, Jugendverbände, Studierende, Personalräte u.v.m. Auch wir unterstützen die Proteste mit Nachdruck und rufen alle Menschen dazu auf, sich daran zui beteiligen, denn "Zukunft lässt sich nicht wegsparen"!

Treffpunkt 15:00 Uhr, Domplatz!


Montag, 9. September 2013

Bildungsfahrt in die Gedenkstätte "Buchenwald" am 19.10.13

Als am 11. April 1945 die Spitzen der 3. US-Army die Gebiete um den Ettersberg bei Weimar einnahmen bot sich ihnen ein Bild der Grausamkeit. In dem Konzentrationslager Buchenwald waren zwischen 1937 und 1945 ca. 225.000 Menschen inhaftiert. Jüdinen und Juden, KommunistInnen, Homosexuelle, Sinti und Roma, Kriegsgefangene und viele mehr, die nicht ins Weltbild der Nationalsozialisten passten, waren unter menschenunwürdigsten Bedingungen im Arbeitslager zusammengepfercht. Fast 60.000 Menschen fanden in diesem Wahnsinn den Tod.


Donnerstag, 5. September 2013

Aufruf zur Großdemonstration “Freiheit statt Angst” 2013 in Berlin

  • Termin: 7. September 2013
  • Auftakt: 13 Uhr am Alexanderplatz (Karl-Marx-Allee)

Ein breites gesellschaftliches Bündnis ruft zur Demonstration für Freiheitsrechte, für einen modernen Datenschutz und für ein freies Internet auf: Am Samstag, 7. September 2013, protestiert das Bündnis unter dem Motto “Freiheit statt Angst” in Berlin für eine offene Gesellschaft und gegen den ausufernden Überwachungswahn. Die Überwachung greift um sich.
Vorratsdatenspeicherung, Prism, Tempora, Drohnen, Bestandsdatenauskunft, die elektronische Gesundheitskarte: Die Überwachung unseres Lebens wird immer lückenloser. Der Staat und die Wirtschaft rastern uns, werten uns aus und dringen immer mehr in unsere Privatsphäre ein.

Landesregierung entpuppt sich einmal mehr als Totengräberin Sachsen-Anhalts

Neuen Presseberichten zu Folge hält die Landesregierung an ihren Sparplänen im Hochschulbereich fest. Erste konkrete Vorschläge zu den Kürzungen liegen nun in einem Bericht des Wirtschafts- und Wissenschaftsministeriums vor. Diese sehen die komplette Schließung des Standorts Magdeburg der "Hochschule Magdeburg-Stendal" vor. Weiterhin soll an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg die komplette Fakultät für Humanwissenschaften geschlossen werden, was die Institute der Pädagogik, Erziehungswissenschaften, Germanistik, Geschichte, Philosophie, Fremdsprachen, Politikwissenschaften, Psychologie und Soziologie betreffen würde.


Dienstag, 3. September 2013

If nothing goes right, GO LEFT!

 

Für grundlegende Veränderungen müssen wir selbst aktiv werden. Um die Profitinteressen der Wirtschaft und rassistische oder sexistische Stimmungsmache zurückzudrängen, braucht es starken gesellschaftlichen Gegenwind. Ob bei der Blockade von Nazidemos, beim Protest gegen Zwangsräumungen in der Nachbarschaft oder, oder, oder: Wir müssen unseren Arsch hochkriegen!

Montag, 2. September 2013

Friedensmahnwache in Magdeburg plädierte für eine politische Lösung des Syrien-Konflikts

Zerstörung in Homs. Bildquelle: Bo yaser | CC-Lizenz
Heute, am 02.09.2013, versammelten sich ab 16:00 Uhr bei der Friedenstafel vor der Stadtbibliothek bis zu 30 Menschen, um ein Zeichen gegen ein militärisches Eingreifen von NATO-Mitgliedern in den syrischen Bürgerkrieg zu setzen. 

Am 21. August 2013 war es in der umkämpften syrischen Region Ghuta zu einem Angriff mit Giftgas gekommen, bei dem hunderte Menschen verletzt oder getötet wurden. Direkt nach dem Angriff beschuldigten die Rebellen den Machthaber Baschar al-Assad des Angriffs, welcher jedoch die Schuld von sich wies. Nach Angaben der UN-Inspektoren soll ein Ergebnis in 2-3 Wochen vorgelegt werden können.

Donnerstag, 29. August 2013

Demo-Aufruf: Für einen nachhaltigen Frieden in Syrien!

Seit über zwei Jahren tobt ein blutiger Bürgerkrieg in Syrien, in dem bisher über 100.000 Menschen ihr Leben ließen. Millionen Syrerinnen und Syrer sind auf der Flucht, darunter mindestens drei Millionen Kinder, deren Leben schon in jungen Jahren von Gewalt, Verlust, Vertreibung und Flucht geprägt ist. Nun diskutiert die Weltgemeinschaft darüber, ob das Assad-Regime Giftgas gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt hat oder nicht und wie damit umzugehen sei. Die Gefahr einer militärischen Außenintervention ist größer denn je.


Montag, 26. August 2013

Kundgebung vor Ausländerbehörde in Magdeburg am 27.08.13

Solidarität mit den hungerstreikenden Flüchtlingen im Protestcamp Bitterfeld!

Seit nunmehr 16 Tagen befinden sich drei Flüchtlinge aus Iran, die derzeit im Lager Friedersdorf untergebracht sind, im Hungerstreik. Inzwischen sind zwei weitere Flüchtlinge aus Solidarität in den Hungerstreik getreten. Zusammen wollen sie auf die prekäre Lebenssituation von geflüchteten Menschen in ganz Deutschland aufmerksam machen. Ihre zentralen Forderungen sind


Donnerstag, 22. August 2013

In den Mund gelegt

Schreibt vor lauter Angst vor "Flüchtlingswellen" viel Mist: die Volksstimme
SACHSEN-ANHALT BIETET MEHR FLÜCHTLINGEN SCHUTZ ALS IM VORJAHR [1]

Magdeburg l Der Bürgerkrieg in Syrien, blutige Anschlagsserien im Irak und ethnische Konflikte zwingen immer mehr Menschen zur Flucht. Nicht zuletzt deutsche Waffenexporte in die Krisengebiete der Welt sowie die anhaltend katastrophale Außen- und Entwicklungspolitik der Bundesregierung sind für diesen Trend mitverantwortlich. Das teilte das Innenministerium auf Volksstimme-Anfrage mit.



Montag, 12. August 2013

5. Todestag von Rick Langenstein

In der Nacht zum 17. August 2008 wird der 20-jährige Rick Langenstein nach dem Besuch einer Diskothek in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) von dem unter anderem wegen einer rassistisch motivierten Körperverletzung und Volksverhetzung vorbestraften Neonazi Bastian O. mit unzähligen Schlägen und Tritten tödlich misshandelt. Das Landgericht Magdeburg sieht es in der Hauptverhandlung als erwiesen an, dass Bastian O. sich provoziert fühlte und sich rächen wollte. Der Rick L. der in Braunschweig Kunstwissen- und Geschichtswissenschaft studierte, war zu Besuch in seiner Heimatstadt. Als Bastian O. fragt, ob er eine Zigarette von Rick Langenstein bekommt, habe dieser geantwortet, dass ein „Hobby-Nazi“ von ihm keine Zigarette bekäme. Der Angeklagte, der laut Staatsanwaltschaft auf dem Oberschenkel ein Hakenkreuz tätowiert hat, schlug in Wut mit der Faust, verstärkt gegen den Kopf seines Opfers. 

Mittwoch, 7. August 2013

Gegen alltäglichen Rassismus und Ausgrenzung

Wir empfehlen ausdrücklich die Teilnahme an dieser vielversprechenden Veranstaltung von Antira Magdeburg:


Theaterworkshop für eine Performanz im öffentlichen Raum

Mithilfe von Straßentheater und Flashmobs schafften es gemeinnützige Organisationen und Privatpersonen in den letzten Jahren immer wieder Aufmerksamkeit für gesellschaftliche und politische Themen zu wecken und damit eine breite Öffentlichkeit zu erreichen. Diese Form der demokratischen Partizipationsmöglichkeit soll in einem Theaterworkshop mit Jugendlichen vorgestellt und ausprobiert werden. 

Dienstag, 6. August 2013

Heraus zum 12. Christopher Street Day in Magdeburg!

In diesem Jahr findet der Christopher Street Day (CSD) in der Landeshauptstadt Magdeburg unter dem Motto „Öffnung der Ehe jetzt!“ statt. Neben der Parade und dem anschließenden Straßenfest am 17.08., wollen alle Beteiligten mit einem vielfältigen Kulturprogramm vom 9. bis zum 18. August 2013 wieder konsequent und selbstbewusst Gleichberechtigung und Akzeptanz einfordern. Die Eröffnung der CSD-Programmwoche findet am 9. August 2013 mit dem Hissen der Regenbogenfahne am Magdeburger Rathaus statt.


Dienstag, 16. Juli 2013

"Yes, we scan"? Kein Bock auf Überwachungswahn - Freiheitsrechte verteidigen!

Kurzaufruf zur Demonstration am 27. Juli 2013!

Wir haben keine Lust mehr, tatenlos dabei zuzusehen, wie Geheimdienste und Regierungen den größten Überwachungsapparat in der Geschichte der Menschheit etablieren. Wir haben keinen Bock mehr darauf, die Füße stillzuhalten, wenn fundamentale Freiheitsrechte mit Füßen getreten werden. Wir finden, dass es niemanden etwas angeht, dass wir nichts zu verbergen haben und wir finden es zum Kotzen, dass ein deutscher Innenminister das auch noch rechtfertigt. Wir sind wütend!

Wir rufen alle Menschen dazu auf, gegen diesen Wahnwitz auf die Straße zu gehen: wir lassen uns unsere Freiheitsrechte nicht nehmen! Schluss mit #PRISM, #Tempora und #INDECT, Schluss mit Überwachungsfetisch und Lauschangriffen auf die Demokratie! Kommt am Samstag, den 27. Juli 2013, um 15 Uhr zum Hauptbahnhof Magdeburg!


Yeah, Mr. Luftnummer ist wieder da!

Dank des Innenministers Hans-Peter Friedrich wissen wir jetzt folgendes: nach eigenen Angaben hat die NSA in den letzten Jahren weltweit 45 Anschläge verhindert, davon 25 in Europa und fünf in Deutschland. Das ist super. Nach "eigenen Angaben" der Regierung wissen wir übrigens auch, das wir die allerbeste Bundesregierung aller Zeiten haben. Und nach "eigenen Angaben" haben wir übrigens weniger als drei Millionen Erwerbslose. Nach "eigenen Angaben" habe ich übrigens auch auf dem Weg zur Arbeit sieben Terroranschläge verhindert! Sollte man wissen. Ich hätte jetzt zumindest gern ein Dankeschön vom Innenminister, ach ja und von unserem Wirtschaftsminister auch, denn wussten sie, dass ich nach eigenen Angaben auch 728.251 Arbeitsplätze geschaffen habe? Schön, nicht wahr? Sie werden sie jetzt vielleicht fragen „728.251"? Warum denn ausgerechnet eine solche Zahl?“ Nun das ist recht leicht zu erklären: sie klingt, weil sie so extrem präzise ist, weniger ausgedacht. 

Dienstag, 9. Juli 2013

Taksim ist überall, überall ist Widerstand!

(english see below)

Am 27. Mai begannen die Proteste im Gezi-Park in Istanbul. Kurz darauf ging die Polizei mit massiver Gewalt und Tränengas gegen die überwiegend friedlichen Demonstrierenden vor. Die Proteste griffen auf das gesamte Land über. Hunderte Menschen wurden verhaftet, Tausende verletzte Personen meldete die türkische Ärztekammer. Nachdem sich die Proteste auf den Taksim- Platz verlagerten, kam es auch dort zu Räumungen und massiver Polizeigewalt. Die Widerstand geht weiter.
Wir wollen zusammen mit euch ein Zeichen gegen die Menschenrechtsverletzungen in der Türkei setzen. Kommt am Donnerstag ab 12 Uhr auf den Mensavorplatz, unterzeichnet Petitionen und schließt euch ab 13 Uhr unserem „stillen Protest“ an.

Von RIA und Amnesty International Magdeburg


Montag, 8. Juli 2013

Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl am 10.07.13

Am 22.09. sind Bundestagswahlen. Was wollen die Parteien? Was wollen die Kandidaten aus Magdeburg?

Zu vier Themen wollen wir den Kandidaten am 10.07. im Hörsaal 5 der Uni gemeinsam mit euch auf den Zahn fühlen:

- Hochschulpolitik (soweit der Bundestag Einfluss darauf hat)
- Mindestlohn
- Vermögenssteuer
- europäische Jugendarbeitslosigkeit

Der Diskussion stellen werden sich:

- Burkhard Lischka, SPD
- Stephan Bischoff, Die Grünen
- Tino Sorge, CDU
- Thomas Waldheim, Die Linke
- Harald Oster, FDP
- René Meye, Piratenparte

Bildungsfahrt in die Synagoge Gröbzig am 14. Juli 2013

Liebe Genoss*innen und Sympathisant*innen,

letztes Jahr haben wir drei Bildungsfahrten auf der LMV beschlossen. Die erste haben wir im Februar sehr erfolgreich und mit viel Interesse in die "Euthanasie"-Gedenkstätte Bernburg unternommen. Im Juli steht nun die zweite Fahrt in die ehemalige Synagoge Gröbzig an, zu der wir euch herzlich einladen wollen. Am Sonntag, den 14.07., wollen wir uns gemeinsam über Geschichte und Kultur der jüdischen Gemeinden in Sachsen-Anhalt informieren, die mit der Shoa fast vollständig ausgelöscht wurden. Bitte meldet euch schnell an, damit wir dem Museum mitteilen können, wie viele Leute wir werden.

Freitag, 28. Juni 2013

Die Maskulisten - mit Andreas Kemper

Am gestrigen Donnerstag diskutierten wir mit Andreas Kemper über die reaktionäre Bewegung der Maskulisten bzw. Maskulinisten sowie über die organisierte Szene der Antifeminist*innen. Für all jene, die den Workshop verpasst haben: hier ist eine Aufzeichnung!


Mittwoch, 26. Juni 2013

"Es geht niemanden etwas an, dass ich nichts zu verbergen habe"

Unbekannte*r Aktivist*in: "Es geht niemanden
etwas an, dass ich nichts zu verbergen habe."
PRISM und Tempora sind in aller Munde und angesichts des Ausmaßes der anlasslosen Totalüberwachung des Internets ohne richterlichen Beschluss wird George Orwells 1984 öfter als Vergleich bemüht, als facebook Nutzer*innen hat. Doch wer das Buch kennt, weiß: Winston Smith und alle anderen Bewohner Ozeaniens können die sie überwachenden Bildschirme nicht ausschalten. Uns jedoch steht dies (noch) frei und wir sollten es daher auch tun!

Wie ihr eure Betriebssysteme umstellt, welchen Browser mit welchen add-ons Ihr verwenden könnt, wie ihr spurenlose Internet-Recherchen durchführt, welche eMail-Provider ihr nutzen könnt, mit welchen Clients ihr eure eMails abrufen solltet und wie ihr diese verschlüsselt, welche sozialen Netzwerke ihr bevorzugen solltet, welche alternativen Chat- und VoIP/Video-Konferenzprogramme sich anbieten, wie ihr online-Überweisungen bewerkstelligen könnt, welche online Publikationsplattformen zur Verfügung stehen, wie ihr online Dokumente gemeinsam mit anderen bearbeiten könnt, welche Kartendienste sich anbieten, welche Cloud keine "Klaut" ist, welche Alternativen ihr bei Netzanalysen und DNS-Providern habt und sogar wie ihr ins Darknet kommt: All das haben Netzaktivist*innen übersichtlich auf http://prism-break.org/ in einer Tabelle bereits für Euch zusammengetragen und praktisch verlinkt. Jetzt ist es an Euch: Bequemer Smith oder aktive*r ICH?! ;)

Dienstag, 25. Juni 2013

"Niemand hat vor, einen Überwachungsstaat zu errichten"

Stimmt, niemand formuliert die Absicht, denn dieser Überwachungsstaat existiert ja schon längst. Jetzt geht es Politik und Geheimdiensten nur noch darum, ihn stetig auszubauen und technisch up-to-date zu bleiben. Das Bekanntwerden der britischen und amerikanischen Spionageoperationen Tempora bzw. PRISM, die das weltweite Datennetz betreffen sollen, offenbart wahrscheinlich nur die Spitze eines gigantischen Eisberges. Regierungen, die ihrer Bevölkerung nicht über den Weg trauen und gern alles über sie erfahren möchten, jeden kleinsten Lebensbereich ausspähen, um uns vorgeblich vor „Terrorismus“ zu schützen, entfernen sich immer mehr von den Werten der Aufklärung und den in den letzten dreihundert Jahren erkämpften demokratischen Grundrechten. Dabei müssen wir uns fragen, ob nicht Benjamin Franklins Worte: „Diejenigen, die bereit sind grundlegende Freiheiten aufzugeben, um ein wenig kurzfristige Sicherheit zu erlangen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit“ für uns alle gelten. 

Sonntag, 23. Juni 2013

Bildung: Kostenfaktor oder Menschenrecht?

Podiumsdiskussion anlässlich der aktuellen Großproteste gegen die Kürzungspolitik der Landesregierung*


Wann? Donnerstag, 04. Juli 2013, ab 18 Uhr
Wo? Otto-von-Guericke-Universität, Gebäude 5, Hörsaal 4
Wer? Wulf Gallert (Fraktionsvorsitzender DIE LINKE. im Landtag von Sachsen-Anhalt), Thomas Lippmann (GEW-Landesvorsitzender), Nicole Stelzer (Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt e.V.), ein*e Vertreter*in des kritischen Lesekreises des Infoladens [Salbke], Maximilian Schwarz (RCDS Magdeburg) sowie ein*e Vertreter*in des Hochschulbündnis Sachsen-Anhalt.

Sachsen-Anhalt erlebt zurzeit die größten Hochschulproteste in der Geschichte des noch jungen Bundeslandes. Aber auch andere von Kürzungsandrohungen in Alarmbereitschaft versetzte Bereiche wie die Kulturlandschaft, die Kinder- und Jugendhilfe oder die Soziale Arbeit beteiligen sich immer stärker an den Anti-Kürzungs-Protesten. Nachdem am 30. April 2013 über 7.000 Menschen in Halle auf die Straße gingen, legte Magdeburg einen Monat später, am 30. Mai 2013, mit 10.000 noch einen drauf. Das landesweite Hochschulbündnis wollte die Protestwelle nutzen und rief ein weiteres Mal zur Großdemonstration vor dem Landtag in Magdeburg auf. Über 50 Busse aus Halle stünden für den 12. Juni zur Verfügung, hieß es. Der Landesregierung schlotterten bereits die Knie - doch dann kam das Hochwasser...


Dienstag, 11. Juni 2013

Veganes Aktions- und Kreativcamp am 29./30. Juni

Positionspapiere, Wahlprogramme, Kongresse...Politik muss (aber auch mal) praktisch werden! Daher veranstalten wir, wie auch schon im letzten Jahr erfolgreich erprobt, zusammen mit vegamond, einer veganen Aktionskochgruppe aus Magdeburg, vom 29. bis zum 30. Juni ein veganes Aktions- und Kreativcamp. Stattfinden wird es im Magdeburger "Knast", einer bekannten alternativen Kinder- und Jugend-Freizeit-Einrichtung.

Hier könnt ihr in lockerer Runde tagsüber an verschiedenen Workshops teilnehmen - oder einfach nur entspannen, euch die Zeit am Kicker- oder Billardtisch vertreiben, in der Hängematte von einer besseren Welt träumen. Abends wird diskutiert, gegrillt, getanzt, gefeiert. 

Der Kampf um die Hochschulen

Halle, 30. April: über 7000 Menschen gehen gegen die radikalen Sparvorhaben der sachsen-anhaltischen Landesregierung im Hochschulbereich auf die Straße. Es ist die größte Demonstration seit der Wiedervereinigung. Erstmalig suchten durch die Bank weg alle Hochschulakteur*innen den gemeinsamen Schulterschluss, um ein landesweites Aktionsbündnis auf die Beine zu stellen. Sie nannten es „Perspektiven gestalten“.*

Die Vorgeschichte: bereits seit mehreren Monaten debattiert das Regierungskabinett aus CDU und SPD über vermeintlich notwendige Kürzungen im sachsen-anhaltischen Hochschulwesen. Mindestens 77 Millionen € seien in den nächsten Jahren einzusparen, heißt es. Dabei müsse vor allem darüber nachgedacht werden, eine der beiden medizinischen Fakultäten zu schließen: Halle. Sachsen-Anhalt könne sich auf Dauer keine zwei Unikliniken leisten, meint Finanzminister Bullerjahn (SPD).

Montag, 10. Juni 2013

Gefährliche Deichschutzallianzen

Dammbau in Wolmirstedt, 08.06.13
Gestern Vormittag versetzte eine Meldung die Republik in Alarmbereitschaft: 
+++ Anschläge auf Deiche befürchtet +++

 Die Polizei in Sachsen-Anhalt hat die Bewachung von Deichen verstärkt und bittet die Bevölkerung und alle Fluthelfer um Mithilfe. Wie uns Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht bestätigte, haben Autonome im Internet zu Anschlägen auf gefährdete Deiche aufgerufen. 

 „Wir haben deshalb auch die Luftraumüberwachung erhöht, wir bitten jeden sofort verdächtige Personen zu melden, die an Deichen sind,“ sagte Stahlknecht. Er nimmt die Warnungen sehr ernst, alle verfügbaren Kräfte sind im Einsatz. [1]
Unbekannte (oder ein einzelner Unbekannter?) hatten zuvor unter dem Label "Germanophobe Flut-Brigade" Bekennerschreiben an mehrere Medien- und Presseadressen versendet und den entsprechenden Text auch bei indymedia publiziert, wo er allerdings nach kurzer Zeit von einem Moderator entfernt worden [2], aber weiterhin als Sekundärquelle einsehbar ist [3].