Freitag, 7. Juni 2013

Magdeburgs Oberbürgermeister bedankt sich bei JN-Vorsitzenden für Hochwasserhilfe

Pressemitteilung

Verhaut nicht nur das Krisenmanagement: OB Lutz Trümper
Der Bundesvorsitzende der Jugendorganisation der NPD, Andy Knape, freut sich dieser Tage auf seiner Facebookseite über den persönlichen Dank des Oberbürgermeisters Lutz Trümper für den „nationalen“ Hochwasserkatastropheneinsatz.



Robert Fietzke, Pressesprecher der Linksjugend ['solid] Magdeburg, erklärt: „Nicht nur, dass Lutz Trümpers Krisenmanagement katastrophal ist, jetzt fällt er auch noch dadurch auf, dass er bundesweiten Nazigrößen munter die Hand schüttelt, um sich für den Hochwassereinsatz zu bedanken. Entweder, es handelt sich hierbei tatsächlich um eine „nationale Querfrontbewegung“ am Deich oder Lutz Trümper wusste schlichtweg nicht, wem er da die Hand schüttelt. Letzteres ist aber eigentlich nicht möglich, immerhin ist Knape alles andere als ein Unbekannter und sollte durch einen SPD-Oberbürgermeister, dessen Stadt alljährlich im Januar mit einem durch Knape angemeldeten Nazigroßaufmarsch zu kämpfen hat, zu identifizieren sein, zumal dieser auf dem Foto ein JN-Shirt trägt.“


Die öffentlichkeitswirksame Hochwasserhilfe gehört zur perfiden Instrumentalisierungsstrategie der Nazis. Auch zahlreiche Genoss*innen der Linksjugend waren in den letzten Tagen unterwegs und berichten: „An nahezu jedem Sandabfüllplatz sind uns Neonazis mit der entsprechenden uniformen Kleidung, zumeist JN-Shirts, begegnet. Auch in den sozialen Netzwerken, die bei der Mobilisierung der Helfertrupps zu den verschiedenen Orten eine große Rolle spielen, tummeln sich immer mehr Nazis. Ihre „Idee“ oder vielmehr ihre Propaganda von der „nationalen Solidarität“ im Kontext der Hochwasserkatastrophe findet dabei Anklang. Selbst die mittlerweile von 90.000 Menschen gelikte Seite „Hochwasser Sachsen-Anhalt“ paroliert schon “Eines wird in diesen Tagen sehr deutlich, wir sind EIN VOLK UND HALTEN ZUSAMMEN wenn es darauf ankommt!” [1]. Das völkische Kollektiv wird in Katastrophenzeiten wieder zu einem echten Bezugspunkt, so scheint es. Was den fauxpas Trümpers angeht: für uns ist es ein Skandal, in Sachen Hochwasserhilfe nicht mehr nach dem Motiv zu fragen und als Oberbürgermeister Magdeburgs einem bundesweit bekannten Neonazi und seinen braunen Kameraden die Hand zu schütteln. Trümper ebnet diesen damit den Weg zur Akzeptanz durch die Breite der Gesellschaft.“ so Fietzke abschließend.

Kommentare:

  1. also was soll das denn? Ein SPD - OB reicht einem bundesweit bekannten Neonazi die Hand und dankt ihm für seine "nationales" Engement....
    Diesem OB gehört SOFORT das Mißtrauen entzogen und von seinem Amt entbunden!

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    1. Das Mißtrauen entogen?! erst zweimal lesen , dann abschicken.
      beim nächsten mal:)

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  2. "Das Mißtrauen entzogen" charaktisiert die geistige Reife dieses Beitrages eigentlich schon selbst am Besten...ansonsten erinnere ich mich immer noch sehr gerne an das Hochwasser 2002, als ich an einem Sandsackplatz in Dessau einen Punker mit grünem Irokesenschnitt sah, der einem Glatzkopf mit Springerstiefeln den Sandsack vollschaufelte. Das zeigt doch mal, wie oberflächlich egoistisch manche hier geführte Diskussion ist.

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  3. @Anonym 8. Juni 2013 19:43
    Und was soll dieses Beispiel belegen? Punk oder Skinhead sagt gar nichts über die politische Gesinnung aus. Sowohl Nazi-Punks (88% Punk-Rock) als auch linke Skins (SHARP, Redskins) sollten bekannt sein.

    Bei Knape und Kameraden ist die politische Einstellung jedoch klar und ebenso die Strategie, die hinter der Hochwasserhilfe in JN-Shirts steckt: Den Anschluss an die "bürgerliche Mitte" finden und völkisches Gedankengut einsickern lassen. Es sind aber genau DIESE Typen, die zur gleichen Zeit Mörderbanden unterstützen, die jahrelang ungehindert durch die Lande ziehen oder gleich selbst totschlagen, was nicht in ihre Ideologie passt.

    Keine Solidarität der Welt darf sie davon reinwaschen!

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